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Leistungsumfang

TARGET2 - Leistungsumfang

?ffnungszeiten

TARGET2 ist t?glich, au?er samstags und sonntags sowie an den offiziellen TARGET2-Feiertagen (Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai sowie 25. und 26. Dezember), ge?ffnet. Die Tagverarbeitung erfolgt von 7:00 Uhr bis 18:00 Uhr wobei die Annahmeschlusszeiten unver?ndert bei 17:00 Uhr für Kundenzahlungen sowie 18:00 Uhr für Interbankzahlungen liegen.
Der (neue) TARGET2-Gesch?ftstag wird bereits am Abend des vorherigen Gesch?ftstages um 18:45 Uhr er?ffnet.
Von 19:30 Uhr bis 22:00 Uhr und von 1:00 Uhr bis 6:45 Uhr steht TARGET2 für die Abwicklung der Nachtverarbeitung von Nebensystemen auf Basis von dedizierter Liquidit?t zur Verfügung. Im Zeitfenster von 22:00 Uhr bis 1:00 Uhr erfolgen Wartungsarbeiten.

Zahlungsarten

TARGET2 bietet seinen Teilnehmern Verrechnungsdienstleistungen in Euro, mit Settlement in Zentralbankgeld. Jede Euro-Zahlung, die in Echtzeit und in Zentralbankgeld verrechnet werden soll, kann über TARGET2 abgewickelt werden.

Direkte TARGET2-Teilnehmer k?nnen folgende Zahlungs- und SWIFT-Nachrichtentypen einliefern:

  • überweisungen (MT 103, MT 103+, MT 202)
  • Lastschriften (MT 204)

Grunds?tzlich werden Zahlungen sofort ausgeführt, wenn genügend Liquidit?t auf dem RTGS-Konto des Teilnehmers verfügbar ist. Um Zahlungen gem?? ihrer Priorit?t verrechnen zu lassen, kann der Teilnehmer folgende Priorit?ten vergeben:

  • Priorit?tsklasse 0 = "Highly urgent" Zahlungen
  • Priorit?tsklasse 1 = "Urgent" Zahlungen
  • Priorit?tsklasse 2 = "Normale" Zahlungen.

Alle Priorit?tsklassen haben spezifische Charakteristika. Einige Priorit?tsklassen k?nnen nur von bestimmten Teilnehmergruppen genutzt werden.

Liquidit?tsbereitstellung

Jeder direkte Teilnehmer unterh?lt ein Zahlungsverkehrskonto in TARGET2 (RTGS-Konto). Die jeweilige Zentralbank (Zentralbank am Sitz des Teilnehmers oder die "Gast"-Zentralbank im Falle des Fernzugangs) verwaltet die RTGS-Konten ihrer direkten Teilnehmer in alleiniger Verantwortung. Jedes RTGS-Konto wird mit einem BIC identifiziert und ist einem direkten Teilnehmer zugeordnet.

An TARGET2 teilnehmende Zentralbanken k?nnen bestimmte Transaktionen (z. B. Bargeldgesch?fte) au?erhalb des Zahlungsverkehrsteils von TARGET2 verrechnen. In solchen F?llen ist eine duale Kontenstruktur verfügbar. Dies kann sein:

  • Eine propriet?re Heimatkontoführungsanwendung der entsprechenden Zentralbank
  • Die standardisierte Heimatkontoführungsanwendung auf der TARGET2-Gemeinschaftsplattform (optionaler Service für Zentralbanken in TARGET2 - Home Accounting Module, kurz HAM)

Neben den RTGS-Konten führt die Bundesbank für Institute, die nicht den vollen Leistungsumfang eines RTGS-Kontos ben?tigen, Konten im HAM. Für Zwecke der Bargeldver- und entsorgung sowie für Best?tigte Bundesbankschecks führt die Bundesbank au?erdem Konten in der propriet?ren Heimatkontoführungsanwendung KTO2. Teilnehmer am TARGET2-Komponenten-System der Bundesbank (TARGET2-Bundesbank oder kurz TARGET2-BBk) sowie HAM-Kontoinhaber bei der Bundesbank unterhalten daher i.d.R. neben ihren RTGS-Konten bzw. neben ihren HAM-Konten für diese Zwecke auch Konten in KTO2.

Die Liquidit?t kann über Nacht auf den RTGS-Konten verbleiben.

Folgende Liquidit?tsquellen k?nnen für die Ausführung von Zahlungen genutzt werden:

  • Saldo auf dem RTGS-Konto
  • Durch die Bundesbank auf dem RTGS-Konto bereitgestellter Innertageskredit
  • Gegenl?ufige Zahlungen

Liquidit?tssteuerung

In TARGET2 hat ein direkter Teilnehmer die M?glichkeit, die Verwendung der bereitgestellten Liquidit?t durch Liquidit?tsreservierungen und ein Limitsystem nach individuellen Gesichtspunkten zu steuern.

Es werden zwei Optionen der Liquidit?tsreservierung geboten:

  • "Highly Urgent" Reservierung: Liquidit?tsreservierung für die Abwicklung von "Highly Urgent" Zahlungen (Priorit?tsklasse 0)
  • "Urgent" Reservierung: Liquidit?tsreservierung für die Abwicklung von "Urgent" Zahlungen (Priorit?tsklasse 1)

Au?erdem besteht die M?glichkeit für die Verrechnung von Nebensystemen Liquidit?t "beiseite" zu stellen ("Dedizierte Liquidit?t").

Limitarten sind:

  • Bilaterales Limit
  • Multilaterales Limit

Bei den verschiedenen Limitarten handelt es sich um Senderlimite, das hei?t sie bestimmen, in welcher H?he ein direkter Teilnehmer bereit ist, Zahlungen zu senden, ohne vorher Zahlungen zu empfangen.

Durch das optionale Setzen von Limiten kann ein Teilnehmer

  • Liquidit?t exklusiv zur Ausführung von "Highly Urgent" und "Urgent" Zahlungen reservieren.
  • Einseitige Liquidit?tsflüsse gegenüber einzelnen Teilnehmern vermeiden.
  • Seine Zahlungsstr?me mit anderen Teilnehmern synchronisieren und deren frühe Einlieferung f?rdern.

TARGET2-Teilnehmer haben die M?glichkeit, verschiedene Konten - selbst bei unterschiedlichen Zentralbanken - zum Zwecke konsolidierter Information ("consolidated account information"-Verfahren) oder zentraler Verarbeitung (Virtuelles Konto, "aggregated liquidity"-Verfahren, nur für Euroraum) zu einer Kontogruppe zusammenzufassen.

Beim virtuellen Konto wird die verfügbare Liquidit?t aller Mitglieder der Kontogruppe w?hrend des Gesch?ftstages zu einem Liquidit?tspool aggregiert. Jeder Kontoinhaber innerhalb einer Gruppe hat damit die M?glichkeit, Zahlungen über sein eigenes Konto bis zur H?he der gesamten für die Kontogruppe zur Verfügung stehenden Innertagesliquidit?t vorzunehmen. Bei der konsolidierten Information werden für eine Kontogruppe nur zusammenfassende Informationen angeboten. Die Zahlungsverarbeitung verbleibt weiterhin ausschlie?lich auf Ebene des Einzelkontos.

Zahlungsabwicklung

In TARGET2 wird jede eingereichte Zahlung durchg?ngig einzeln in Echtzeit verarbeitet. Das bedeutet, dass in allen Verarbeitungsstufen die Einzelzahlung herangezogen wird.
Dies schlie?t ein, dass im Informations- und Kontrollsystem deren Status abgefragt werden kann und wichtige Steuerungsparameter einzelner Zahlungen (z.B. ihre Position in der Warteschlange) ge?ndert werden k?nnen.

In TARGET2 werden alle eingehenden Zahlungen brutto verrechnet, das hei?t:

  • Deckungsprinzip
  • Verrechnung in Zentralbankgeld
  • Sofortige Buchung.

Verrechnete Zahlungen werden sofort auf dem RTGS-Konto gebucht und sind dann unwiderruflich. Nicht verrechnete Zahlungen bleiben l?ngstens bis zum Ende des Gesch?ftstages in der Warteschlange.

In Abh?ngigkeit von der Zahlungsart werden die in der Warteschlange eingestellten Zahlungen eines Teilnehmers mittels leistungsf?higer Verrechnungsalgorithmen liquidit?tssparend verrechnet.

Dabei gelten folgende Regeln:

  • Bei "Highly Urgent" und "Urgent" Zahlungen wird ereignisorientiert geprüft, ob sie verrechnet werden k?nnen. Diese Prüfung erfolgt bei

    • Jedem neuen Liquidit?tseingang
    • Ver?nderung in der Reihenfolge der "Highly Urgent" und "Urgent" Zahlungen
    • Rückruf einer "Highly Urgent" und "Urgent" Zahlung
    • ?nderung der Zahlungsart
  • Bei "Normalen" Zahlungen l?uft kontinuierlich ein Verrechnungsprozess. Einbezogen werden alle "Highly Urgent", "Urgent" und "Normale" Zahlungen in der Warteschlange unter Berücksichtigung der gesetzten Limite und der reservierten Liquidit?t.

TARGET2 unterstützt die Abwicklung zeitkritischer Settlement-Zahlungen, die der Teilnehmer zu Gunsten anderer Clearingverfahren (z.B. CLS, EURO1) zu leisten hat.
Dabei stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Reservierung von Liquidit?t
  • Priorisierung von Zahlungen
  • Vorgabe von Ausführungszeitpunkten

Zahlungsfluss

Die Kundenschnittstelle zwischen TARGET2 und seinen direkten Teilnehmern ist SWIFT basiert. Für den Zahlungsfluss über TARGET2 wird der SWIFT FIN Y-Copy Service und eine dedizierte SWIFT "Closed User Group" genutzt.

Die Nutzung des Y-Kopie Services erm?glicht es dem Teilnehmer seine Zahlungen wie im Korrespondenzbankgesch?ft zu adressieren. Die Adressierung von TARGET2-Zahlungen wird durch ein TARGET2-Directory (Verzeichnis aller Banken, die über TARGET2 adressiert werden k?nnen) unterstützt.

Informations- und Kontrollmodul

Die Zahlungsabwicklung und Liquidit?tsdisposition der direkten Teilnehmer werden durch ein in Echtzeit arbeitendes und umfangreiches Informations- und Kontrollmodul "aus einem Guss" unterstützt. Dabei ist sowohl eine Integration in das "Back-Office" ("Application-to-application mode", A2A) m?glich als auch der Betrieb auf einem PC ("User-to-application mode", U2A).

Das Informations- und Kontrollmodul bietet in beiden zuvor genannten Varianten:

  • Eine Online-Informationsbereitstellung
  • Die interaktive Ver?nderung der Steuerungsparameter.

Nebensystem-Verrechnung

In TARGET2 k?nnen alle Nebensysteme (z.B. Wertpapierabwicklungs-, Individual-, Massenzahlungssysteme) direkt in Zentralbankgeld verrechnen. Grunds?tzlich kann dabei die geldliche Verrechnung auf jedem beliebigen RTGS-Konto erfolgen. Nebensysteme k?nnen standardisierte Zugangsverfahren und Verrechnungsprozeduren nutzen. Dabei wird mit dem sogenannten "Ancillary System Interface" (ASI) ein spezielles, auf Nebensysteme zugeschnittenes Leistungsangebot mit Zusatzfunktionalit?ten unterbreitet.

In TARGET2 ist die geldliche Verrechnung von Wertpapiertransaktionen in der Nacht m?glich.

Interaktion mit TARGET2-Securities

TARGET2-Securities (T2S) erm?glicht die harmonisierte und zentrale Abwicklung von Wertpapieren gegen Zentralbankgeld im Eurosystem. In T2S werden die Wertpapierkonten der angeschlossenen Zentralverwahrer sowie die Geldkonten (Dedicated Cash Accounts – DCAs), die bei den Notenbanken geführt werden, integriert. Zentralbankgeld wird flexibel eingespeist. Für Euro erfolgt dies von den PM-Konten aus TARGET2. Rechtlich geh?ren die DCAs zu TARGET2; sie fallen somit unter die TARGET2-Leitlinie.?

Direkte T2S-Teilnehmer erhalten Zugriff auf die T2S-GUI (die Benutzeroberfl?che) und k?nnen s?mtliche Funktionalit?ten nutzen. Hierzu z?hlt bspw. der Erhalt eines Kontoauszuges für das DCA. Neben der direkten Teilnahme an TARGET2-Securities ist es m?glich, indirekt über TARGET2 an T2S teilzunehmen. In diesem Fall muss der indirekte Teilnehmer die TARGET2 Value Added Services (VAS) beantragen. Die VAS erm?glichen es bspw. den Saldo der T2S-DCAs in TARGET2 abzufragen. Einen Kontoauszug erh?lt ein indirekter Teilnehmer jedoch nicht.?

Liquidit?tstransfers von TARGET2 nach T2S k?nnen entweder sofort oder als Dauerauftr?ge (standing orders) erfasst werden. Sofern die TARGET2 VAS beantragt wurden, kann aus TARGET2 heraus Liquidit?t vom T2S-DCA auf das PM-Konto transferiert werden.?

Am Tagesende muss das Guthaben eines T2S-DCAs auf das PM-Konto zurücktransferiert werden. Hierfür sorgt der sogenannte automated Cash Sweep. Das Guthaben kann somit auf die Mindestreserve angerechnet werden.


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