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Makroprudenzielle Instrumente

Makroprudenzielle Instrumente

Makroprudenzielle Instrumente sind Ma?nahmen, die die Erhaltung eines stabilen Finanzsystems bewirken sollen. Die Ma?nahmen k?nnen hinsichtlich ihrer Verbindlichkeit und rechtlichen Eingriffstiefe in weiche, mittlere und harte Instrumente unterteilt werden.

Weiche Instrumente umfassen die Kommunikation über finanzstabilit?tsrelevante Entwicklungen und entstehende Risiken. Die Kommunikation l?uft insbesondere über regelm??ige Ver?ffentlichungen, zum Beispiel Jahresberichte, auch über Reden und Interviews.

Makroprudenzielle Instrumente mit mittlerer Eingriffstiefe und Verbindlichkeit sind die sogenannten ?Warnungen“ und ?Empfehlungen“. Sowohl der ESRB als auch der AFS k?nnen diese Instrumente nutzen, um formal vor Finanzstabilit?tsrisiken zu warnen und um Ma?nahmen zu empfehlen, wie diese Risiken bek?mpft werden sollten. Empf?nger von Warnungen und Empfehlungen des ESRB k?nnen insbesondere die Europ?ische Union insgesamt, die Europ?ische Kommission, die Regierungen und Finanzaufsichtsbeh?rden der EU-Mitgliedstaaten sowie die europ?ischen Aufsichtsbeh?rden sein. Der AFS kann Warnungen und Empfehlungen an alle ?ffentlichen Stellen in Deutschland richten. Empfehlungen k?nnen den Einsatz harter (verbindlicher) makroprudenzieller Instrumente vorsehen.

Harte makroprudenzielle Instrumente greifen direkt in die Gesch?ftst?tigkeit der Finanzmarktteilnehmer ein. Diese Instrumente k?nnen auch unmittelbar, das hei?t ohne vorige Empfehlung, eingesetzt werden. Die europ?ischen und deutschen Gesetze und Regularien bieten die M?glichkeit, harte makroprudenzielle Instrumente insbesondere im Bankensektor einzusetzen. Der Gro?teil dieser Instrumente zielt auf eine St?rkung des Eigenkapitals der Banken ab. Zu diesen Instrumenten z?hlt beispielsweise der Systemrisikopuffer. Er soll insbesondere das Risiko reduzieren, dass sich finanzielle Schwierigkeiten einer Bank auf andere Kreditinstitute übertragen. Mit dem antizyklischen Kapitalpuffer kann die Aufsicht den Banken in Aufschwungphasen h?here Kapitalanforderungen auferlegen. Damit soll ihre Widerstandsf?higkeit für den Fall eines sich anschlie?enden Abschwungs erh?ht werden. Kommt es dann zu einem Abschwung, k?nnen die Kreditinstitute die zuvor aufgebauten Puffer zur Deckung von Verluste verwenden.

Mit dem Start der einheitlichen europ?ischen Bankenaufsicht (Single Supervisory Mechanism: SSM) im November 2014 wurden der EZB neben bankaufsichtlichen Befugnissen auch makroprudenzielle Eingriffsrechte in den am SSM teilnehmenden Mitgliedstaaten übertragen. Zwar entscheiden über den Einsatz makroprudenzieller Instrumente weiterhin in erster Linie die zust?ndigen nationalen Beh?rden. Die EZB kann aber bestimmte nationale makroprudenzielle Ma?nahmen anordnen oder versch?rfen.

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