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Eigenmittel

Eigenmittel

Die Eigenmittel eines Instituts ergeben sich aus der Summe von Kernkapital und Erg?nzungskapital. Das Kernkapital setzt sich wiederum aus hartem Kernkapital und zus?tzlichem Kernkapital zusammen.

Die Capital Requirements Regulation (CRR) legt zum einen fest, was bankaufsichtlich als Kapital anerkannt wird. Zum anderen enth?lt sie Regelungen zur Verringerung der Eigenmittel sowie zu Positionen, die vom Kapital abzuziehen sind.

Hartes Kernkapital (Artikel 26-50 CRR)

Das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1 capital - CET?1) steht besonders im Fokus der Aufsicht. Es besteht aus eingezahlten Eigenkapital-instrumenten, die bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, sowie den offenen Rücklagen. Beide Bestandteile müssen den Instituten uneingeschr?nkt und unmittelbar zur Deckung von Risiken oder Verlusten zur Verfügung stehen. Institute müssen eine harte Kernkapitalquote von mindestens 4,5?% erfüllen. Auch die Kapitalpuffer-anforderungen müssen mit hartem Kernkapital erfüllt werden.

Zus?tzliches Kernkapital (Artikel 51-61 CRR)

Das zus?tzliche Kernkapital (Additional Tier 1 capital - AT?1) soll wie das harte Kernkapital auf laufender Basis zur Verlustdeckung zur Verfügung stehen und so die Fortführung des Gesch?ftsbetriebs erm?glichen. Kernanforderungen an die Instrumente dieser Kapitalklasse sind deren Nachrangigkeit, die Dauerhaftigkeit der Kapitalbereitstellung sowie das vollst?ndige Ermessen der Bank, ob Ausschüttungen geleistet werden. Zudem müssen die Institute beim zus?tzlichen Kernkapital die M?glichkeit vorsehen, die Instrumente sp?testens dann in hartes Kernkapital zu wandeln oder abzuschreiben, wenn die Quote des harten Kernkapitals im Verh?ltnis zu den Risikopositionen den Schwellenwert von 5,125?% unterschreitet. Die Summe aus hartem Kernkapital und zus?tzlichem Kernkapital nennt man Kernkapital. Institute müssen eine Kernkapitalquote von mindestens 6,0?% erfüllen.

Erg?nzungskapital (Artikel 62-71 CRR)

Die Funktion des Erg?nzungskapitals (Tier?2 capital) ist der Gl?ubigerschutz im Insolvenzfall. Erg?nzungskapitalinstrumente müssen für mindestens fünf Jahre eingezahlt sein und einen nachrangigen Rückzahlungsanspruch im Fall der Insolvenz des Instituts vorsehen. Addiert man hartes Kernkapital, zus?tzliches Kernkapital und Erg?nzungskapital, ergibt sich das Gesamtkapital. Institute müssen eine Gesamtkapitalquote von mindestens 8,0?% erfüllen.

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